Gold für Oberrieterin

25.09.2018

Mitte September zeigten die besten jungen Berufsleute an der SwissSkills in Bern ihr Können in ihren jeweiligen Berufen. Marina Willi holte mit ihren Qualitäten als Innendekorateurin die Goldmedaille ins Rheintal. Lehrmeister Willi Hutter und sein Team von Hutter Innendekor sind mindestens genau so stolz wie die Oberrieterin selbst. Auch der Gewerbe- und Industrieverein Oberriet (GIVO) gratuliert seinem Mitglied Hutter Innendekor sowie Marina Willi an dieser Stelle herzlich. 

 

Rheintaler Überfliegerin

Dass Qualität und Handwerk in und rund um Oberriet hochgelebt werden, unterstreicht dieses erfreuliche Resultat einmal mehr. Eine «gute Schule» wie bei Hutter Innendekor ist natürlich umso besser, wenn auch die Lernenden interessiert sind und ihr Bestes geben. Mit Marina Willi, die als Wohn- und Textilgestalterin EFZ ihre Zweitlehre als Innendekorateurin EFZ verkürzt in drei Jahren absolviert hat, traf dies in jedem Fall zu. Mittlerweile arbeitet die erfolgreiche Oberrieterin bei ihrem ersten Lehrbetrieb Furrer Vorhänge in Rüthi. Übrigens wurde sie bereits zum dritten Mal Schweizer Meisterin – zweimal als Wohn- und Textilgestalterin und nun zum ersten Mal als Innendekorateurin. Nachdem die Oberrieterin bei den diesjährigen SwissSkills ihre Gegnerinnen hinter sich liess wäre sie top ausgerüstet für eine Europameisterschaft, die es aber leider nicht gibt. 

 

Stolz bei Hutter Innendekor

«Dazu ist der Beruf des Innendekorateurs wahrscheinlich zu wenig verbreitet. Er ist vorwiegend in Deutschland und Italien, vor allem aber in Österreich anzutreffen», weiss Willi Hutter. Der Lehrmeister ist gleichzeitig seit 10 Jahren Präsident des Ostschweizer Verbandes und ist über das Geschick von Marina Willi besonders stolz. «Natürlich gehört der Sieg auch dem ganzen Team – wir haben alle unseren Teil dazu beigetragen», führt er fort. Möglicherweise spornt dieser Rheintaler Erfolg dazu an, den traditionellen Beruf wieder mehr in den Fokus zu rücken. 

 

Viel Handwerk 

Früher eher ein Männerberuf, sind es nun hauptsächlich Frauen, die sich für den Weg zur Innendekorateurin entscheiden. «Etliche wissen gar nicht was ein Innendekorateur alles macht. Da geht es nicht um Möbel verschieben oder darum Schaufenster zu gestalten, sondern um jede Menge Handwerk. Wie Teppiche verlegen, Böden verlegen, Polsterarbeiten etc.», schwärmt Willi Hutter. Er selbst ist vor allem spezialisiert auf Einzelstücke. Die Restaurierung von Antiquitäten stellt jedes Mal eine neue, individuelle Herausforderung dar. Eine Arbeit, die ihren Anfang vor über 30 Jahren in Kriessern nahm.

 

 

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